Eine Hommage an den Hütehund – nicht ganz ernst zu nehmen…
Ein berühmter BdP als Hütehund: Lily du Boulleaume, Z. & B.: Pierre Mehay
Hommage an den Hütehund Lily du Boulleaume – ernst zu nehmen!

Hütetechniken / Hütewettbewerbe / Hüteveranlagungstests

Gastautor / guest author / auteur invité: Udo Kopernik

Earliest documents of herding dogs in Mesopotamia? / Les documents les plus anciens du guide canin de troupeau – trouvés en Mésopotamie? / Früheste Zeugnisse des Hütehunds – vor 7.000 Jahren in Mesopotamien?

in: Josef Müller, Auf der Spur des Gefährten – Kynosophische Zeitreise, Band 5, S. 17-22

Vor 6.200 bis 5.000 Jahren: Gab es Hütehunde in der Stonehenge-Zeit?

Hund und Pferd vor 5.500 Jahren:

Hütehunde in Pompeii?

Offizielle Beschreibung: „Kids entering and two Boars, representing the Sacred king and his Tanist escaping from the Maze & the Eleusis or Arrival of the Divine Child carried by Shepherds. Fresco from the House of the Tragic Poet, Pompeii. The scene also represents Circe’s palace on Aiaìe“. Vor der Teilszene mit dem „Divine Child“ zwei kleine bis mittelgroße Hunde, die durch den Kontext als Hütehunde interpretiert werden können.

Pietro de Crescenzi (ca. 1230/35 – ca. 1320) schreibt sein Werk Ruralia Commoda – Trattato Dell Agricoltura zwischen 1290 und 1309; König Charles V. von Frankreich ordnet 1373 eine Übersetzung ins Französische an,1471 wird das Werk zum ersten Mal gedruckt in lateinischer Sprache, und zwar in Augsburg. Eine Ausgabe ist u.a. illustriert mit diesem Bild:

Der Hund des Schäfers ist eindeutig kleiner als die Schafe, eher noch weniger als halb so groß wie die Schafe.

Jean de Brie (1336-13..?), Nachdruck einer Ausgabe von 1541…

Le bon berger, ou Le vray régime et gouvernement des bergers et bergères / composé par le rustique Jehan de Brie, le bon berger ; réimprimé sur l’édition de Paris (1541), avec une notice par Paul Lacroix,…

Wir sehen rechts unten die (schematisierte) Darstellung eines Hütehundes. Im Text wird der Hütehund erst im letzten Kapitel erwähnt:

Entstand der kontinentale Hütehund erst im 17. Jahrhundert? Widerlegung der absurden „Island-Theorie“ von Xavier de Planhol / Le Chien de Berger et la théorie fantaisiste de Xavier de Planhol / The livestock-guiding dog and the fanciful Iceland-theory of Xavier de Planhol

Les Très Riches Heures du Duc de Berry – Das Stundenbuch des Herzogs von Berry 1410 – 1416

©Photo. R.M.N. / R.-G. OjŽda

Die Verkündung an die Hirten – auch eine Verkündung an die Kynologen!

Jacques Delille (1738-1813): Les Trois Règnes de la Nature (1808), Chant 8 (p. 147-148):

A leur tête est le chien, aimable autant qu’utile,

Superbe et caressant, courageux mais docile.

Formé pour le conduire et pour le protéger,

Du troupeau qu’il gouverne il est le vrai berger.

Le ciel l’a fait pour nous; et dans leur cour rustique

Il fut des rois pasteurs le premier domestique.

Le maître-berger Delorme et son chien. Il a exercé à Rambouillet de 1787 à 1823 (aquarelle début XIXe siècle) – Schäfermeister Delorme und sein Hund (am ehesten im Typ des Picard). Delorme übte diese Funktion aus in der Nationalschäferei von Rambouillet von 1787 bis 1823.
Henri Monnier (1799-1877)

Der Hüteveranlagungstest des CBP war der allererste dieser Art für den Berger des Pyrénées und entstand nach einer Idee unseres belgischen Züchterkollegen Benoît Carton de Tournai – andere Länder und Vereine haben sich erst später mit diesem wesentlichen Element des Verhaltensrepertoires des BdPYR befasst. Le CANT à la CBPthe CBP’s herding test: