Bei einem Minimum an Größe (40 – 48/50 cm) und Gewicht (8 – 12 kg) besitzt der Berger des Pyrénées ein Maximum an Energie. Sein Gesicht hat einen einzigartig listigen, aufgeweckten und pfiffigen Ausdruck.

Zarzuela vom Wunderhorn (*26.07.2003; Deus ex M. vom Wunderhorn x Estée du Petit Filou),
B. & Foto: Udo Kopernik

Die dreieckige Form des Kopfes und die klugen, neugierigen Augen unterstützen diesen sympathischen Eindruck. 

Die jugendliche Donna Elvira vom Wunderhorn (*02.07.2005)
Die erwachsene Duras M. vom Wunderhorn (*02.04.1996; Haut-Bergeron vom Wunderhorn x Aydie vom Wunderhorn)
Cantorel vom Wunderhorn (*27.03.1996; Figeac vom Wunderhorn x Liserée Or vom Wunderhorn): Dreieckige Kopfform mit breitem Schädel und nicht zu langem Fang

Der Berger des Pyrénées ist im Gegensatz zu künstlich geschaffenen Rassen – wie z. B. dem Dobermann oder dem Eurasier – eine Rasse, die über Jahrhunderte entwickelt wurde: weniger von Menschen als viel mehr von der Gebirgslandschaft der Pyrenäen und vom ursprünglichen Verwendungszweck, nämlich dem weitgehend selbständigen Hüten von Herden (Schafherden, gemischte Herden, die aus Pferden, Ziegen, Schweinen und Schafen bestehen).

Fotos: Catherine Tomballe

Um diese Arbeit im Hochgebirge zu bewältigen, braucht der Hütehund ein hohes Maß an Intelligenz, Eigenwillen und Vorsicht, viel Mut und Energie.

Die 3jährige Yvette vom Wunderhorn (*14.01.2018; Amicus vom Pfiffigen Lüner x Petite Ourse vom Wunderhorn) – wie jeder richtige Berger des Pyrénées ein Ausbund an Energie; Foto & B.: Familie Leitz

Die Rasse trägt diese natürlichen Anlagen in sich, die zuerst der Züchter in seiner Zuchtplanung und nach ihm der Käufer in der Erziehung des Welpen respektieren und leiten sollte. Es gibt den „langhaarigen“ Pyrenäen-Hütehund, und zwar in einer Variante, die mehr oder weniger stark am Körper zotthaarig ist, und in einer Variante, die weniger Unterwolle hat. Diese Varianten sind weltweit verbreitet.

Honorine vom Wunderhorn (*09.04.1983; Rustaud de l’Estaubé x Nonnette), die Langhaar-Variante (der Typ von Bagnères-de-Bigorre)
Die knapp-mittellanghaarige Zaide vom Wunderhorn (*17.03.2018; Urdos vom Wunderhorn x Trimbareilles vom Wunderhorn), die Mittellanghaar-Variante – der Typ von Arbazzie, der traditionelle Standard-Typ von 1923/26 bis 1990 (der Übergang zum Face Rase ist gleitend). Foto: CBP

Und es gibt die Variante des glatthaarigen Pyrenäen-Hütehundes, die eine deutlich kürzere Behaarung im Gesicht hat (das ist der eigentliche, traditionelle FaceRase (sprich: Fass Raas = „rasiertes Gesicht“) und weniger langes Fell am Körper,

Zola vom Wunderhorn (*17.03.2018; Urdos vom Wunderhorn x Trimbareilles vom Wunderhorn): FaceRase, der traditionelle Glatthaar-Typ mit etwas längerem Fell am Körper; Foto & B.: Heike Beckermann

und es gibt die Variante, die auch am Körper eher „kurz“haarig ist (das ist der Piémont). FaceRase und Piémont dürfen bis zu 54 cm (Rüden) bzw. 52 cm (Hündinnen) groß werden, was aber nicht erstrebenswert ist, damit sie kompatibel mit Langhaar bleiben.

Zithara vom Wunderhorn (*17.03.2018; Urdos vom Wunderhorn x Trimbareilles vom Wunderhorn): Die reinerbig glatthaarige Variante, „Piémont“ genannt, weil ihr Biotop eher das Pyrenäen-Vorland ist, „der Fuß des Berges“ – „pied-mont“…; Foto & B.: Andrea und Eberhardt Treiber

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